Die gefallene Madonna

Es ist schon ekelhaft und auch beschämend (Stichwort: Fremdschämen), welche Kübel von Häme und Missgunst sich über die ehemalige Ikone Madonna nach ihrem Auftritt beim ESC in Israel ergießen. Man kann lange darüber spekulieren, in welchen psychologischen Abgründen dieses Verhalten seine Ursache hat.

Völlig unverständlich ist allerdings, dass niemand die vermutliche technische Ursache der Misstöne auch nur versucht zu analysieren. Jedenfalls haben wir nichts darüber gefunden.
Dabei geht es nicht um das vielzitierte und grauenvolle Auto-Tune, sondern schlicht und ergreifend um den Audio-Monitor, also um das, was die Sängerin hört, während sie singt.
Wenn hier technische Pannen passieren, kann sich in diesen akustischen Sphären keine Sängerin retten.

Dass angesichts der millionenschweren Phalanx aus den USA, die speziell zu diesem Gig eingeflogen kam, im entscheidenden Moment die Technik derart versagt, ist natürlich eine Katastrophe. Aber es ist schwer vorstellbar, dass Madonna mit ihrer Erfahrung bei normaler Begleitung die Töne eines ihrer größten Hits nicht trifft.
Unter diesen angenommenen Umständen hätte sie das auch nicht geschafft, wenn sie 30 Jahre jünger wäre.

Technik ist immer die eine Seite der Präsentation. Die Achtung vor den Menschen ist eine andere. Keine Präsentation sollte an der Technik scheitern. Nicht auf der Weltbühne und nicht in unseren Studios. StudioSeminar will, dass Sie gut rüberkommen!

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